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ATP Finals 2025 in Turin – Ein Finale voller Herz und Hingabe: Sinner triumphiert über Alcaraz in Turin

  • Autorenbild: Dennis Jurado Portero
    Dennis Jurado Portero
  • 16. Nov. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Die ATP Finals 2025 in Turin boten erneut Tennis auf höchstem Niveau. Nach zwei klaren Halbfinals kam es im ATP Finals 2025 Finale zum erwarteten Duell zwischen Jannik Sinner und Carlos Alcaraz – ein Matchup, das sich längst zu einer der prägenden Rivalitäten der Tour entwickelt hat. Beide lieferten sich ein intensives Finale mit taktischen Wendungen, medizinischen Problemen und hochklassigen Ballwechseln. Auch im Doppel gab es Geschichte zu schreiben.


🧨 Die Halbfinals: Die Favoriten setzen sich durch


Jannik Sinner vs. Alex de Minaur 7:5 6:2 – Der Champion zieht das Tempo an

Grafik des ATP Finals Halbfinals zwischen Jannik Sinner und Alex De-Minaur, das Sinner mit 7:5 6:2 gewonnen hat

Jannik Sinner besiegte Alex de Minaur mit 7:5, 6:2 und erreichte damit zum dritten Mal in Folge das Finale der ATP Finals. Zudem erhöhte er seine Head-to-Head-Bilanz gegen den Australier auf 13:0 und verlängerte seine Siegesserie auf Indoor-Hardcourts auf 30 Matches. Zwei unglaubliche Statistiken!

De Minaur hielt den ersten Satz lange offen. Er wehrte sieben Breakbälle ab und gab erst im vorletzten Aufschlagspiel des Satzes erstmals seinen Service ab. Im zweiten Satz entwickelte sich die Partie deutlich einseitiger: Sinner zog schnell auf 4:0 davon und kontrollierte die Begegnung nun klar.

Nach dem Match äußerte sich Sinner anerkennend über seinen Gegner:


„Er hat großartig serviert, sehr präzise. Mit dem frühen Break im zweiten Satz ist mein Niveau gestiegen.“

Carlos Alcaraz vs. Félix Auger-Aliassime 6:2 6:4 – Der Favorit lässt nichts anbrennen

Grafik des ATP Finals Halbfinals zwischen Carlos Alcaraz und Felix Auger-Aliassime, das Alcaraz mit 6:2 6:4 gewonnen hat

Carlos Alcaraz zog mit einem 6:2, 6:4-Erfolg über Félix Auger-Aliassime erstmals in das Finale der ATP Finals ein. Der Spanier produzierte insgesamt 25 Winner bei 10 ungezwungenen Fehlern und kontrollierte den ersten Satz weitgehend. Er ließ darin nur einen einzigen Breakball zu, den er sicher abwehrte.

Im zweiten Satz verlief das Match ausgeglichener, Auger-Aliassime konnte die Ballwechsel häufiger offen halten, doch in den engen Phasen war Alcaraz der klar stabilere Spieler. Er nutzte seine Chancen konsequent und entschied die entscheidenden Punkte für sich. Mit diesem Sieg zog er erstmals in das Endspiel der ATP-Finals ein.


🎾 Das immer wiederkehrende Finale 2025: Jannik Sinner vs. Carlos Alcaraz

Grafik des ATP Finals Finale zwischen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner, das Sinner mit 7:6 7:5 gewonnen hat

ATP Finals 2025 Finale: Satz 1

Der erste Satz verlief lange ohne große Ausschläge. Beide Spieler hielten ihre Aufschlagspiele, auch wenn weder Alcaraz noch Sinner zu Beginn ihr bestes Niveau erreichten. Beim Stand von 5:4 ließ sich Alcaraz wegen Oberschenkelproblemen behandeln, spielte danach aber weiter.

Die entscheidende Phase begann bei 6:5 für Alcaraz, als der Spanier durch einen Stopp-Winner und einen folgenden Netzangriff den ersten Breakball der Partie erarbeitete. Sinner wehrte ihn mit einem 187-km/h-Zweiten Aufschlag ab und brachte das Spiel anschließend in den Tiebreak.

Dort setzte sich Sinner schrittweise ab: zunächst durch ein Mini-Break nach einem Rückhandfehler von Alcaraz, später erneut durch einen erfolgreichen Schmetterball. Bei 5:4 erspielte er sich nach einer langen Rally zwei Satzbälle und gewann den Tiebreak mit 7:4.

In der folgenden Satzpause wurde Alcaraz’ Oberschenkel erneut getaped.


ATP Finals 2025 Finale: Satz 2

Der zweite Satz begann mit einem Fehlstart für Sinner. In seinem ersten Aufschlagspiel unterliefen ihm zwei Doppelfehler sowie ein vermeidbarer Vorhandfehler, wodurch Alcaraz sofort das Break erzielte. Der Spanier bestätigte dieses mit einem sicheren Servicegame zum 2:0, unterstützt durch präzise Schläge, die mehrfach die Linie streiften. In dieser Phase erhöhte Alcaraz sichtbar das Risiko, bestimmte das Tempo und trat auch körpersprachlich sehr stabil auf, während Sinner überwiegend reagierte.

Beim Stand von 3:2 leistete sich Alcaraz jedoch zwei ungewohnte Fehler, wodurch Sinner zu seiner ersten Breakchance des gesamten Matches kam. Obwohl er in diesem Ballwechsel einige unsaubere Treffer mit dem Rahmen hatte, blieb er im Punkt und schloss mit einem Stopp erfolgreich ab – das Re-Break zum 3:3.

Im folgenden Aufschlagspiel geriet Sinner erneut unter Druck, als Alcaraz sich einen Breakball erspielte. Der Spanier vergab die Möglichkeit jedoch trotz einer guten Ausgangsposition mit der Vorhand. Den nächsten Punkt holte Sinner nach einer 24-Schläge-Rally, zeigte dabei ungewohnt deutliche Emotionen und hielt das Aufschlagspiel schließlich fest.

Ab diesem Moment stabilisierte sich Sinner deutlich und ließ sich nicht mehr von der Grundlinie zurückdrängen. Alcaraz servierte beim Stand von 4:5 gegen den Matchverlust, löste die Aufgabe jedoch souverän. Beim Stand von 6:5 für Sinner entwickelte sich ein ausgeglichenes Aufschlagspiel bis zum Einstand. Schließlich stellte Sinner Alcaraz am Netz mit einem Ball direkt vor die Füße vor Probleme und erspielte sich dadurch seinen ersten Matchball. Diesen verwandelte er, als Alcaraz eine Rückhand ins Aus spielte.


Das hat sich außerdem bei den ATP Finals zugetragen: Doppel-Finale


Joe Salisbury / Neal Skupski vs. Harry Heliövaara / Henry Patten – 5:7, 3:6

Grafik des Doppel ATP Finals Finale, dass Harri Heliövaara und Henry Patten mit 7:5 6:3 gewannen

Im Doppel sicherten sich Harri Heliövaara und Henry Patten ihren ersten Titel bei den Nitto ATP Finals. Das zweitgesetzte Duo gewann das Endspiel gegen Joe Salisbury und Neal Skupski mit 7:5, 6:3. Die beiden agierten während des Finals äußerst stabil beim Aufschlag und ließen keinen einzigen Breakball zu. Insgesamt blieben sie das gesamte Turnier über ohne Aufschlagverlust.


Bemerkenswert war außerdem, dass Heliövaara und Patten in der Gruppenphase noch gegen dieselben Gegner verloren hatten und sich im Finale erfolgreich revanchierten. Es war das achte Mal in der Geschichte des Turniers, dass ein Team nach einer Vorrundenniederlage gegen denselben Gegner später das Finale gewann.

Für Salisbury endete zudem eine lange Serie: Der Brite hatte zuvor 14 Matches in Folge bei den ATP Finals gewonnen und war 2022 sowie 2023 Champion gewesen. Die Saison schlossen Salisbury und Skupski mit einer Bilanz von 46–22 ab, während Heliövaara und Patten das Jahr mit einem 50–20-Record beendeten und zuvor bereits Titel bei den Australian Open, in Paris und Peking geholt hatten.

Auch abseits des Platzes war es ein besonderes Turnier: Patten gab bekannt, dass er sich während der Woche in Turin verlobt hatte.


🏆 Fazit: Ein Turnier, das hängen bleibt

Mit Jannik Sinners Titelgewinn, starken Auftritten in den Halbfinals und einem bemerkenswerten Triumph im Doppel endeten die ATP Finals 2025 mit mehreren sportlichen Höhepunkten. Turin präsentierte einmal mehr ein Saisonfinale, das sowohl spielerisch als auch atmosphärisch Maßstäbe setzte. Die Ausgangslage für das kommende Tennisjahr könnte spannender kaum sein.

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